Im Kleinen das Große sehen - Auf Fototour zur BUGA

"Können wir jetzt weiter?" als ungeduldige Frage von den Begleitern oder "Irgendwie bekomme ich das Motiv nicht so eingefangen, wie ich es vor mir sehe" als ratlose Frage an sich selbst. Wenn sie diese Sätze kennen, dann hat Melanie Kahl zwei Dinge für Sie: Verständnis und sehr wahrscheinlich eine Lösung. Denn die selbstständige Fotografin liebt es selbst, sich in Details zu verlieren. Sie entdeckt immer wieder kleine Motive im Alltag, die vor eiligen Augen versteckt bleiben.

 

Sie kennt diese "gedanklichen Vollbremsungen" wie sie sie nennt, und gab ihnen 2017 einen eigenen Rahmen. Seitdem lädt sie Fotografie- und Naturbegeisterte auf Fototour ein. Die erste Tour führte damals von Tiefthal zur Grundmühle. Für die vier Kilometer durch das Weißbachtal brauchte die Gruppe ganze sieben Stunden. "Jetzt leg doch mal die Kamera weg!" hört man da eben nicht, lacht Melanie Kahl. Man nimmt sich Zeit für die kleinen Details, schaut sich Bilder der anderen an, tauscht sich aus. Viele Teilnehmer:innen kommen seither immer wieder mit auf Tour. Nicht selten ist das Versinken in die Fotografie ein willkommener Ausgleich zum fordernden Alltag.

 

"Unscheinbare Dinge sichtbar zu machen, neue Perspektiven aufzuzeigen, das ist mein Antrieb." berichtet die 39-jährige. Wichtig ist ihr dabei der individuelle Kontakt zu den Teilnehmer:innen, auf Fragen eingehen zu können und ihnen dabei zu helfen, das eigene "Werkzeug" zu verstehen. Daher haben die Gruppen eine überschaubare Größe, bei Bedarf ergänzen auch zwei weitere enthusiastische Fotografen, die Unternehmung. Wer es noch persönlicher mag, kann auf Nachfrage auch eine 1:1 Tour buchen. 

 

Die Tipps reichen von der Motivwahl, über spezielle Bildeinstellungen bis hin zu Erläuterungen der Technik. Auch mit dem Smartphone können so mit ein paar Kniffen grandiose Bilder entstehen. Immer unter dem Motto #WeilFotografierenSpassMacht.

 

Zur BUGA bietet sich ein solcher Fotoausflug besonders an. Die Blütenpracht in ihren feinen Details einzufangen, die Strukturen in der Bepflanzung und das Farbenmeer wiederzugeben, das zeigt Melanie Kahl ihren Teilnehmern mit viel Expertise und Geduld. "Ein spannendes Bild ist eines, auf das man länger als 3 Sekunden schaut, heißt es. In den sozialen Netzwerken ist diese Spanne vermutlich noch kürzer." fasst die Fotografin zusammen. Ihren ganz persönlichen Lieblingsplatz hat sie während der über 20 BUGA-Touren bereits gefunden: den Festungsgraben auf dem Petersberg mit seinen klaren Linien und Farben. Aber auch der egapark biete eine schier unzählbare Vielfalt an Motiven. Vor allem, da sich die Perspektive auch immer wieder mit dem Betrachter ändert.

 

Mit bunten Erinnerungen und spannenden Bildern nach Hause kommen, muss also kein Traum bleiben. Auf www.fototour-thueringen.de findet man viele Informationen, freie Termine und kann sich auch direkt einbuchen.

 

Wer erstmal schauen will, welche Details Melanie Kahl so einfängt, findet sie auch in den sozialen Netzwerken:

 

www.instagram.com/fototour_thueringen

www.facebook.com/FototourThueringen

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