Das Potenzial erkannt

Es ist kurz nach Mittag, als eine Frau mittleren Alters das Café betritt. Zielstrebig geht sie auf den Tresen zu, wortlos stellt sie ihren Mehrwegbecher mit dem blauen Gummideckel auf den Tisch. „Wie immer?“ „Wie immer!“
Und während sie darauf wartet, dass der Kaffee aus der stolzen silberfarbenen Maschine in ihren Becher fließt, kommt sie ins Plaudern. Es geht um die BUGA. Es geht um den geplanten Bastionskronenpfad, um das Erfurter Stadtgrün. Er hört ihr zu, hört ihre Sorgen an und erklärt ihr, was er darüber weiß. Dabei hört man eine gewisse Freude aus seinen Worten. Er diskutiert gern über die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt.

 

Er, das ist Frank Riedel. Chef, Kellner und Barista des Café Wilder Mann in der Johannesstraße. Und vor allem ist Riedel eins: Ein begeisterter BUGA-Partner. Schon seit einigen Monaten macht er in seinem Café und vor allem im persönlichen Gespräch Werbung für die Bundesgartenschau 2021. Riedel klärt auf, informiert, widerspricht Gerüchten und sagt ganz offen, dass er sich auf die BUGA freue. „Zunächst habe ich auch nicht so recht gewusst, was hinter einer Bundesgartenschau steckt. Als ich mich damit aber mehr beschäftigt habe und mit der Erfurter BUGA-Gesellschaft ins Gespräch kam, wurde mir klar, dass es ein riesiges Stadtentwicklungsprogramm ist. Und das unterstütze ich natürlich.“ Vor allem die mit der BUGA 2021 verbundenen Erneuerungen in der Nördlichen Geraaue und im Nordpark seien für ihn eine gute Entwicklung. „Damit bekommt dieser Teil der Stadt doch einen wirklichen Mehrwert“, sagt Riedel.

 

„Ich hoffe, dass die BUGA es schafft, Erfurt auch für neue Investoren attraktiv zu machen und man so auch mal andere ranlassen kann, als die, die immer da sind“, sagt Frank Riedel und betont erneut den Aspekt der positiven Stadtentwicklung. Schließlich werden auch egapark und Petersberg durch die Gartenschau einen ganz neuen Anstrich und eine noch stärkere Attraktivität bekommen. Frank Riedel freut sich auf die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Und auch wenn er zugibt, dass selbst er nicht jede Baumaßnahme schön findet, so sieht er Potenzial für die Landeshauptstadt und fragt daher ganz offen: „Wie kann man gegen die BUGA sein?“  

 

Das Café Wilder Mann in der Johannesstraße 49 ist ein kleines, beschauliches Örtchen, das zum Verweilen, Philosophieren und Entspannen einlädt. Seit sechs Jahren befindet es sich im Eckhaus zur Augustinerstraße und zeichnet sich durch eine Vielzahl regionaler Produkte, guten Kaffee und seine kreative Atmosphäre aus.

 

Text und Fotos: Paul-Philipp Braun