Der Engagierte

Dieter Bauhaus kam nach der Wende nach Thüringen und blieb seitdem im Freistaat. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt und widmet sich in seiner knappen Freizeit dem Verein der Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021.

Wer Dieter Bauhaus kennt, der weiß ihn sicher einzuschätzen: als einen Macher, als einen, der Dinge voranbringt. Als eine wichtige Stimme, wenn es um Erfurt und seine Entwicklung geht.

Bis November 2019 stand der 65-Jährige dem Freundeskreis der Erfurter Bundesgartenschau vor, seither ist er als Mitglied weiter aktiv. „Unser Verein versteht sich vor allem als ein Bindeglied zwischen den Erfurter Bürgern und der Bundesgartenschau. Wir wollen vermitteln, aber auch die Leute mitnehmen“, erklärt Dieter Bauhaus das Anliegen der BUGA-Freunde.

 

Er sieht die BUGA Erfurt 2021 als eine „sehr große Chance für die Region“, die Geld und Projekte bewege, die es sonst so nicht gäbe. Umso wichtiger ist es Bauhaus daher, dies auch zu kommunizieren: „Wir müssen es schaffen, dass die Menschen den unglaublich großen Nutzen der Bundesgartenschau sehen. Es geht nicht darum, was alles nicht läuft. Wir wollen zeigen, was alles klappt und welches Potenzial die BUGA 2021 in Erfurt bringt.“

 

Rund 140 Mitglieder zählen derzeit zu dem gemeinnützigen Verein, der offiziell „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021“ heißt und der viermal jährlich einen Buga-Dämmerschoppen im Haus Dacheröden am Anger veranstaltet oder in der Winterzeit die BUGA-Blühweinhütte am Fischmarkt betreibt. Jeder sei bei den BUGA-Freunden willkommen, jeder könne sich engagieren, betont Dieter Bauhaus: „Bei uns geht es vor allem darum, sich projektbezogen zu engagieren und dadurch mit kleinen Schritten das große Projekt BUGA voranzubringen.“

 

Und Projekte und Aktivitäten rund um Petersberg und egapark gibt es in der Tat genug. So wollen sich die BUGA Freunde beispielsweise um die Mobilität der Gartenschaubesucher während der Ausstellung kümmern. „Wir werden ein System entwickeln, das es jedem möglich macht, die BUGA nach seinen Wünschen und Vorlieben zu erkunden. Auch die BUGA-Besucher, die nicht mehr so gut laufen können. Zum Beispiel durch den Verleih von Rollstühlen oder Rollatoren. Aber auch die Kleinsten wollen wir durch Bollerwagen mobil machen.“

 

Und auch die Mobilität auf dem Wasser ist ein Anliegen der BUGA-Freunde und ihres Vorsitzenden. So planen sie derzeit Bootstouren über die Gera mit kleinen Paddelbooten. Das soll aber auch nach 2021 noch möglich sein. „Wir wollen die Stadt nachhaltig verändern. Auch nach dem Jahr der BUGA soll etwas hängen bleiben, das dann für die Erfurter und ihre Gäste da ist“, erklärt Dieter Bauhaus den Gedankengang.
 

Als Sparkassen-Chef ist er routiniert, Entscheidungen zu fällen und diese dann auch zu kommunizieren. Und er weiß vor allem, wie man Menschen für eine Sache gewinnt: „Wir haben die Chance, uns aktiv an der Verschönerung und Gestaltung unserer Stadt zu beteiligen. Das müssen wir auch über die BUGA hinaus zu nutzen wissen.“

 

Die BUGA in Koblenz sei diesbezüglich ein großes Vorbild. Bereits 2011 fand die Bundesgartenschau dort statt und bis heute ist der dortige Freundeskreis in Sachen Attraktivitätsgestaltung aktiv.