Die BUGA als Wirtschaftsfaktor

Der BUGA-Partner, das Erfurter Citymanagement, erhofft sich, dass die Bundesgartenschau Erfurt 2021 Touristen und Einheimische gleichermaßen in die Innenstadt zieht. Citymanagerin Patricia Stepputtis setzt auf Kultur als Träger der Wirtschaft.

Bunte Blumenkästen stehen auf einem halbhohen Fensterbrett in der Erfurter Marktstraße. Es ist ein Laden für Damenwäsche, der auf diese Weise eine blumige Außenwerbung betreibt. Doch auch in der Weitergasse, am Benediktsplatz oder etwa am Anger bestimmen Blumen das Schaubild der örtlichen Geschäfte. Zusammen mit Aufklebern im zurückhaltend-schicken BUGA-Design laden sie ein, die Stadt und auch die Bundesgartenschau Erfurt 2021 zu erkunden.

 

Blumenkästen und Aufkleber sind eine Initiative des Erfurter Citymanagements, einer besonderen Abteilung des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt.

Blumenkästen sind eine Initiative des Garten- und Friedhofsamtes und des Erfurter Citymanagements, einer besonderen Abteilung des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt. Die Aufkleber in den Fenstern wiederum entstand in einer Kooperation des Citymanagements mit der BUGA GmbH. Seit 2019 kümmert sich Citymanagerin Patricia Stepputtis um die Förderung und Belebung der Erfurter Innenstadt, hatte mit den beiden großen Corona-Lockdowns jedoch schon kurz nach Amtsantritt mehr als ein Jahr lang größtmögliche Herausforderungen. Die Lockerungen der Pandemiemaßnahmen lässt die Erfurter Innenstadt gerade im doppelten Sinne aufblühen, freut sich Patricia Stepputtis besonders. Daran habe, sagt sie, auch die BUGA einen großen Anteil: „Wir haben mit dem egapark und dem Petersberg wunderschöne BUGA-Gelände, die die Touristen nach dem Erleben der BUGA in die Innenstadt ziehen und diese dadurch noch einmal besonders beleben.“

 

„Die Menschen brauchen zukünftig einen zusätzlichen Erlebnisgrund für ihren Besuch in der Innenstadt. Entstanden ist dieser Bedarf durch den Strukturwandel und den wachsenden Online-Handel.“, definiert Patricia Stepputtis und sagt, dass die Gartenschau einer dieser Gründe sei, denn die Innenstadt ist ebenso floral geschmückt mit bspw. Blumenampeln an Laternen und Brücken. Zudem besuchen nicht nur Einheimische die Ausstellungsflächen, sondern die BUGA lockt zahlreiche Touristen an. Diese brauche Erfurt dringend; auch, um nach den Monaten der absoluten Schließung von Gastronomie und Geschäften wieder Leben zwischen Bahnhof und Domplatz zu bekommen.

Dieser „Touristen-Magnet“ BUGA sei, so ist Patricia Stepputtis sich sicher, eine Riesenchance für die Stadt. Schließlich könne die BUGA ein erster Aufschlag nach der langen Zeit des zweiten Lockdowns., um Menschen für Erfurt zu begeistern, zum anderen sei es der Anlass, ihre Vision von „Kultur als Träger der Wirtschaft“ auszubauen.

 

Die insgesamt 300 Blumenkästen, die Stepputtis und ihre Mitstreiter in der Erfurter Altstadt verteilt haben, um auf die BUGA aufmerksam zu machen und die zahlreichen Aufkleber an den Einzelhandelsgeschäften sind dafür ein guter Anstoß.

 

Text und Fotos: Paul-Philipp Braun