Gartenkultur trifft Hochkultur - Kunstfest Weimar mit thematischer Performance auf der BUGA

Das Kunstfest Weimar ist das größte Festival für die zeitgenössischen Künste im Osten Deutschlands –1990 begründet und alljährlich veranstaltet, findet es an in diesem Jahr an rund 50 Spielstätten in Weimar und ganz Thüringen statt, mit einem Programm, dass die ganze Bandbreite kulturellen Schaffens reflektiert: von Musiktheater und Schauspiel, über Tanz, Film, bildende Kunst bis hin zu Konzerten. 2020 kamen mehr als 27.000 Besucher in den Genuß der analogen Vorführungen, trotz der widrigen Umstände.

 

 

 

 

Bereits bei seiner Ernennung 2018 begann der aktuelle künstlerische Leiter Rolf C. Hemke mit seinen  Planungen für die nächsten Jahre und kam für 2021 an der BUGA als Ankerpunkt nicht vorbei. Doch wie lassen sich die Ausrichtung der Bundesgartenschau und das Programm des Kunstfest Weimar miteinander in Einklang bringen? Dabei stieß er recht schnell auf ähnlich gelagerte Thematiken. Auch im Rahmen der BUGA finden Diskurse statt, wie man Stadtraum gestalten kann. Es wird sinniert, wie man zukünftig leben möchte, auch im Hinblick auf Umweltfragen im urbanen Raum. Dies passte optimal zu den Umweltdiskursen, die bereits 2020 auf dem Kunstfest geführt wurden. Auf den ersten Blick entsteht durch Namen und Verschiedenartigkeit der Institutionen eine interessante Reibung, die Neugier weckt. Auf der anderen Seite gibt es starke inhaltliche Berührungspunkte, denen sich aus ganz unterschiedlichen Richtungen genähert wird.

 

Durch die gegebenen Rahmenbedingungen waren recht schnell die Kriterien klar, anhand derer die Zusammenarbeit realisiert werden konnte. Es musste niedrigschwellig sein und im öffentlichen Raum umsetzbar. Zudem sollte es transferierbar sein, damit es nicht nur am Festivalstandort Weimar, sondern auch in Erfurt stattfinden kann. So fiel die Wahl auf performative Tanz-Kunst, die nonverbal auch von größeren Publikumsmengen schnell aufgenommen werden kann.

 

Mit Robyn Orlin konnte Festivalleiter Hemke eine international gefeierte, südafrikanische Choreografin für das geplante Projekt gewinnen. In Zusammenarbeit mit den Eleven der Frankfurter Hochschule für Musik und darstellende Künste entstand so das Konzept für "And when we change...", das sowohl im Erfurter egapark, als auch im Weimarer Ilmpark gezeigt wird.

 

Besucher dürfen sich auf einen zeitgenössischen Tanzparkour freuen, der sich intensiv mit dem Verhälntis Mensch zu Natur auseinandersetzt.

Ein sich bewegender Parkours aus Solos, Duos und Trios in immerwährender Wiederholung gibt den Gästen die Möglichkeit, sich den Weg entlang der Szenen zu bahnen und sich auch eigene Gedanken dazu zu machen, wie wir mit der Natur umgehen.

 

Frei Inspiriert werden die Szenen von Denkern der Weimarer Geistesgeschichte, von der Weimarer Klassik über Nietzsche bis hin zu den Bauhaus-Denkern.

 

Das gesamte Programm des Kunstfest Weimar kann man unter www.kunstfest-weimar.de einsehen.

 

Uraufführung "And when we change...":

 

25.08. & 26.08., jeweils 18 Uhr,  Park an der Ilm, Weimar
28.08. & 29.08., jeweils 18 Uhr,  egapark, Erfurt

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