Gemeinschaft erleben - Familiäre Übernachtung in Thüringer Jugendherberge

Youth Hostels, Backpacker Hotels oder einfach Jugendherberge - die Idee der gemeinschaftlichen, günstigen Unterbringung hat sich über die ganze Welt verbreitet und ist mittlerweile über 100 Jahre alt. Ihren Beginn fand sie 1909 bei einem ehemaligen Lehrer: Richard Schirrmann. Während einer mehrtägigen Wanderung kam er mit einer Gruppe Schüler in ein Unwetter. Nächtlichen Schutz fand er schließlich in einer Dorfschule. Die Idee von einer Unterkunft, die jedem offen stehen sollte, war geboren. Die erste Ferienjugendherberge eröffnete 1912 auf der Burg Altena.

 

Das Konzept verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Innerhalb des folgenden Jahrzehnts vertausendfachte sich die Anzahl der Herbergen bis schließlich 1932 die ‚International Youth Hostel Federation  gegründet wurde.

Bis heute gibt es in mehr als 90 Ländern 94 Verbände. Einer davon: Der Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Thüringen e.V., der vor 111 Jahren gegründet wurde.

 

Im Verband werden mehrere Herbergen in Thüringen verwaltet, unter anderm in Weimar, Tambach-Dietharz oder Erfurt. Die Weimarer Maxim-Gorki-Herberge ist dabei die älteste, noch existierende Unterkunft. Bereits 1928 fanden hier Gäste einen sicheren Rückzugsort, ein Bett und Verpflegung. Die Geschichte der Herbergen in Deutschland ist deshalb so besonders, weil sie in all den Jahren verschiedenste gesellschaftliche Entwicklungen durchlaufen hat, bis hin zur Spaltung und Wiedervereinigung des Landes.

 

Auch daraus hat sich das klare Credo entwickelt: "Jugendherbergen stehen für Toleranz, Inklusion Völkerverständigung und Weltoffenheit. Hier können Menschen unabhängig von Herkunft und Geldbeutel die Welt entdecken und ihren Horizont erweitern." (jugendherberge.de)

 

Gerade in den letzten zwei Jahren hat sich das Buchungsverhalten enorm verändert. Es ist unverbindlicher und sehr viel kurzfristiger geworden. Etwas, worauf sich der Verband erst neu einstellen musste. Aber auch die Nachfrage war aufgrund der Reisebeschränkungen ins Ausland so hoch wie nie. Besonders bei jungen Familien.

 

Neben der im Vergleich günstigen Unterbringungskosten hat dies weitere, entscheidende Gründe: Kinder können hier Kinder sein. In einer entspannten Atmosphäre finden sie schnell Anschluss und neue Freunde. Außerdem locken familenfreundliche Zimmer und kindgerechtes Essen.

 

Selbstverständlich finden auch Einzelreisende, Wandergruppen oder Vereine hier eine passende Möglichkeit der Übernachtung - kaum an einem anderen Ort lernt man so schnell andere Menschen kennen und erlebt Gemeinschaft.

 

Die Kooperation mit der BUGA lag für Mitarbeiter  Ullrich Walter damit auf der Hand. Neben den generationsübergreifenden Gästen, die dieses besondere Ereignis erleben wollten, gäbe es auch Garten-, Landschafts,- und Landwirtschaftsschulen, die die BUGA in Gemeinschaft und zu Fortbildungszwecken besuchen wollten.

 

"Wir können noch keine genauen Zahlen nennen, aber für uns war und ist die Partnerschaft mit der BUGA eine gelungene Kooperation gewesen. Wir freuen uns, so Teil dieser für uns ganz besonderen Bundesgartenschau gewesen zu sein."

 

Angebote für Gruppenreisen, den Familienurlaub oder Klassenfahrten findet auch nach dem Ende der BUGA auf: https://thueringen.jugendherberge.de/