Ohne Einschränkungen über die BUGA

Das Sanitätshaus Jüttner Orthopädie KG ist ein Thüringer Familienunternehmen in dritter Generation. Als BUGA-Partner leistet es für die Gäste der Gartenschau einen wichtigen Dienst. Vor allem für jene, denen ein BUGA-Besuch ohne Hilfsmittel nicht so leicht fallen würde.

 

Es ist einer der heißen Junitage, an denen Ronny Mönchgesang extra für den Fototermin einen Rollstuhl durch den egapark schiebt. Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht rollt er auf das große Blumenbeet zu. Es sei einer der schönsten Arbeitsplätze in Erfurt, meint der Rehatechniker.

 

Immer, wenn er gebraucht wird, kommt Ronny Mönchgesang auf die Bundesgartenschau, um nach dem Rechten zu sehen, Rollatoren oder Rollstühle zu reparieren und so die Mobilität aller BUGA-Besucher sicherzustellen. Das Sanitätshaus Jüttner, Ronny Mönchgesangs Arbeitgeber, ist für die Mobilität auf der BUGA Erfurt 2021 verantwortlich. Mit insgesamt  80 Rollstühlen und Rollatoren an den Standorten egapark und Petersberg sorgt das Unternehmen mit Stammsitz in Mühlhausen dafür, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die schönste Gartenschau Deutschlands erleben können.

 

Für Tim Wohlleben, Leiter Marketing bei Jüttner , eine Selbstverständlichkeit. „Für uns als regionales Unternehmen fiel die Entscheidung für eine BUGA-Partnerschaft leicht“, sagt Wohlleben, „auch, weil wir schon seit vielen Jahren mit der ega zusammenarbeiten und die Mobilität der Gäste dort sicherstellen. Da war der Schritt zur Bundesgartenschau ein sehr kurzer.“

 

Als BUGA-Partner will das Sanitätshaus Jüttner, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Mühlhausen gegründet und nach der Wende reprivatisiert wurde, seine Kernkompetenz einbringen. „Wir machen das, was wir am besten können: Menschen mit unseren Hilfsmitteln das Leben, den Alltag oder eben den BUGA-Besuch erleichtern“, erklärt Marketingleiter Wohlleben. Dennoch sei die Bundesgartenschau aber auch eine Chance, das Unternehmen und seine Produkte in der vollen Vielfalt zu präsentieren. „Ein Sanitätshaus hat immer ein schwieriges Image, das vor allem mit der Versorgung von Alter und Krankheiten verbunden ist. Dass wir aber schon lange auch viel darüber hinaus anbieten, das wird oft übersehen.“

 

Seit einigen Jahren unterstützt das Sanitätshaus Jüttner auch viele Profisportler, wie die Handballerinnen des Thüringer HC, ist Ansprechpartner für kleine und große Hilfsmittel im Freizeitsport oder bietet Wäsche für Frauen mit besonderen Herausforderungen bei der Findung eines BHs – etwa sehr große Körbchen. „Das Thema Gesundheit ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und geht weit über die Versorgung von Krankheiten hinaus. Wir sehen uns dafür als Mitstreiter und Ansprechpartner“, erklärt Tim Wohlleben. Und so ist auch Ronny Mönchgesang einer dieser Partner, der bei seinen Besuchen auf der Bundesgartenschau sich nicht nur um kaputte Hilfsmittel kümmert, sondern mit seinem weißen Jüttner-Shirt auch die Flagge des Unternehmens hochhält.

 

Text und Fotos: Paul-Philipp Braun