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Der kleine Koloss von Gispi

Zwölf Jahre soll es gedauert haben, bis die Hafeneinfahrt der griechischen Insel Rhodos vom sagenumwobenen Koloss bewacht wurde. Rund 30 Meter soll die Bronzestatue hoch gewesen sein und gut 15 Tonnen Bronze und neun Tonnen Eisen in sich vereint haben.

Vergleicht man die Daten der neuen Gerabrücke in Gispersleben damit, so liegt der Gedanke eines Koloss´ auch in diesem Fall nicht so fern.

42 Meter misst der blaue Stahlbogen und wiegt ebenfalls seine 24 Tonnen. Am Donnerstag wurde er endlich aufgestellt und brachte damit die neue Fußgängerbrücke noch ein Stück näher an ihre Bestimmung: Die Verbindung der einstigen Gisperslebener Ortsteile Viti und Kiliani. Die hatten sich viele der Gisperslebener auch in den BUGA-Dialogveranstaltungen gewünscht. Seit dem März 2018 wird rund um den Brückenbau gearbeitet. So wurden im vergangenen Jahr Fundamente gegossen, der Brückenweg geebnet und ein Ponton zur Installation der Brücke errichtet. Erst nach diesen Vorarbeiten konnte der Bogen am Donnerstag diagonal über den Weg gestellt werden.

Nur mit einem Schwerlastkran gelangte der tonnenschwere Brückenbogen an seinen Bestimmungsort. Ein Unterfangen, das bereits in den frühen Morgenstunden des Donnerstags begonnen hatte und erst kurz nach eins am Mittag geglückt war. Dennoch ist die Brücke noch immer eine Baustelle. Geländer und Stahlseile müssen noch montiert werden, bevor der kleine Koloss von Gispi freigegeben werden kann und Fußgänger oder Radfahrer ungehindert von Viti nach Kiliani (bzw. umgekehrt) gelangen.

Die neue Brücke verbindet Viti und Kiliani

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