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Ein neues Bett für den Marbach

Aktualisiert: 6. März 2019

Aufgereiht stehen gewaltige Sattelschlepper an der Straße der Nationen, ein Bagger greift unermüdlich Erde von einem Wall ab, befüllt damit die Lastwagen.


Es sind Arbeiten am künftigen Verlauf des Marbachs – ein Flüssschen, der aus Marbach kommend von den Menschen in ein unterirdisches Korsett gezwängt wurde um schließlich völlig unbemerkt in der Gera zu münden.

Stadtplaner, Wasser-Experten und BUGA-Macher wollen hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Der Marbach soll wieder ein Flussbett bekommen“, sagt Dr. Sascha Döll, Chef des Erfurter Garten- und Friedhofamtes.

Und so wird der Bach auf Höhe der Brücke, über die die Hannoversche Straße geführt wird, seinen bisherigen Verlauf entlang der stillgelegten Bahnlinie verlassen und nach rechts in die Freiheit „abbiegen“ – auf die südliche Seite der Straße der Nationen (genannt NQV). Hier sind Bagger seit Oktober dabei, ein künstliches Flussbett für den kleinen Bach zu schaffen.

„Der Marbach wird nicht immer klein sein“, sagt Carmen Ballin, die Projektleiterin. „Er soll Regenwasser von angrenzenden Straßen und den beiden Uferböschungen aufnehmen, kann bei Starkregen also ganz schön anwachsen.“ 1.300 Meter ist das neue Flussbett lang, es wird rund zehn Meter breit und mehrere Meter tief werden. Und damit das Wasser bei Starkregen nicht die Böschung wegspült, werden Weiden und Erlen gepflanzt, wird das Ganze begrünt.

Am 15. August, so die Planungen, soll der Marbach wieder frei sein. Die Verlegung kostet rund 1,9 Millionen Euro und wird durch die Städtebauförderung und die Thüringer Aufbaubankmit bis zu 85 Prozent unterstützt. Foto: Paul-Philipp Braun

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