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Geraaue: Stimmung kippt ins Positive

"Erst wird man belächelt, dann bekämpft. Und am Ende, wenn es dann fertig ist, finden es alle gut." Der OB muss es wissen. Schließlich ist Andreas Bausewein bereits 13 Jahre in diesem kommunalen Geschäft. Schon einige Kämpfe und Krämpfe hat er wegen neuer Vorhaben durchgestanden. Und so ist er auch ziemlich optimistisch, dass der größte Landschaftspark Thüringens, der derzeit in der Geraaue entsteht, Anklang bei den Erfurtern finden wird.

Und auch die Erfahrung aus Heilbronn besagt, in der Bauphase einer BUGA gibt es viele Kritiker, Nörgler und Meckerer. Sie sind genervt von den Baustellen, von den Baumfällungen, von den anfallenden Kosten und und und. Am Neckar war das genauso wie jetzt an der Gera. Doch spätestens mit Startschuss der BUGA war das in Heilbronn alles vergessen. Selbst nach den Bäumen, die auch dort weichen mussten, krähte (fast) kein Hahn mehr. Denn die Menschen sahen nun mit eigenen Augen (und nicht nur auf abstrakten Plänen), was die BUGA ihnen gebracht hat, nämlich einen schicken neuen Stadtteil mit viel Wasser und Grün. Zum Abschluss der 173 BUGA-Tage kommentierte nun die Heilbronner Stimme: "Dass sich am Ende selbst der größte Nörgler eines Besseren belehren lassen musste und von der Euphorie anstecken ließ, das ist einer der zahlreichen erfreulichen Aspekte".



Von Euphorie möchte ich in Erfurt noch nicht schreiben. Aber auch in der Geraaue scheint sich die Stimmung zu drehen. Hin zum Positiven. Jeder und jede, der oder die an den Baustellen vorbei läuft, erkennt langsam, was dort Tolles entsteht: der schmucke Eingang in den Nordpark, die Beeteinfassungen, die Wege, die Blickachsen, die Terrassen zur Gera hinunter, der Gera-Radweg, die vielen Spiel- und Sportplätze, die neuen Brücken. Da kann niemand dauerhaft dagegen sein! Denn wer freut sich nicht über riesige Geschenke?

Text und Fotos: Daniel Baumbach

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