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Karl Foersters Erbe bewahrt

Nahe dem Ausgang Gothaer Platz des egaparks liegt, ein wenig erhöht gegenüber dem Weg, ein gärtnerisches Kleinod. Mit runden Wasserbecken, vielzähligen Stauden und ausgewählten Gehölzen, Waschbetonmauern und passenden Beeteinfassungen ist dieses Areal eine Reminiszenz an die Architektur und Gartenkunst der 60-er Jahre.


Vor allem jedoch verkörpert es die Ideen von Karl Foerster. Er war einer der bedeutendsten Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts, ein exzellenter Pflanzenverwender, Gartenphilosoph, Lyriker und Sachbuchautor. Über seine Passion sagte er: „Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner, und das nächste Mal auch noch. Denn für ein einziges Leben ward dieser Beruf zu groß.“


Von Besuchern oft unbemerkt und aufgrund baulicher Mängel und geplanter Arbeiten nur in Teilen zugänglich, fristet der Garten ein Schattendasein. Das soll sich bis zur Bundesgartenschau 2021 ändern. Der egapark und der Verein der egapark-Freunde sorgen

mit Unterstützung der Karl-Foerster-Stiftung und der Gesellschaft der Staudenfreunde gemeinsam dafür, dass das Areal seine einstige Bestimmung und Bedeutung zurückgewinnt.


Bei der baulichen Sanierung werden die denkmalgeschützten Grundstrukturen erhalten. Der Garten wird eine Zeitreise durch die Staudenverwendung bieten und mehr als nur ein reiner Schaugarten sein. Themen der Staudenzüchtungen Karl Foersters werden informativ und lehrreich präsentiert, z. B. die züchterischen Erfolge Foersters bei Rittersporn, Aster, Phlox, Sonnenbraut sowie Gräsern. Formen der modernen Staudenverwendung schlagen den Bogen zur heutigen Zeit. Im zentralen Bereich entsteht ein Pavillon mit einer Ausstellung zu Karl Foerster.