• Paul-Philipp Braun

Schattenspiele an der Bastion Martin

Es erfordert schon eine gewisse Präzision, wenn Christina Marty die Fadenkreuz-Schablone anlegt, um die Mauer der Bastion Marty zu vermessen.

Stück für Stück überprüft sie die Fadenkreuze, die ein Spezialprojektor an die steinerne Wand wirft – und das alles vom wackeligen Grund eines Steigerfahrzeugs aus.


Christina Marty arbeitet für das Schweizer Unternehmen Opticalight. Eine Firma, die sich auf die Illumination von Gebäuden spezialisiert hat und unter anderem in Mexiko, Bahrain und Frankreich tätig war. Auch für die BUGA erarbeitet Opticalight, zusammen mit der Erfurter Stadtbeleuchtung, nun eine Illumination. Immer unter den schwierigen Voraussetzungen, die eine nicht ganz gerade Natursteinmauer im städtischen Umfeld bietet. „Wir müssen vor allem darauf achten, dass es keine zu starke Lichtverschmutzung gibt und dass die Menschen, die auf dem Aussichtspunkt stehen nicht von unserem Licht geblendet werden“, erklärt Christina Marty den Hintergrund ihrer Arbeit.


Die von ihr beobachteten und fotografierten Fadenkreuze werden dann mit einem speziellen Computerprogramm zusammengefügt, um Helligkeitsunterschiede bei der Bestrahlung und auch Verzerrungen, die durch die ungleichmäßige Oberfläche der Mauer entstehen, auszugleichen und die Projektion möglichst perfekt aussehen zu lassen.

Drei Projektoren, befestigt auf einem Masten, sind der Ausgangspunkt der Illumination. Ihr teilweise übereinandergelegtes Bild beleuchtet die über 1000 Quadratmeter große Fläche unterhalb des Aussichtspunkts an der Bastion.


Ab Anfang April soll – immer zum Einbruch der Dunkelheit – die etwa 15 Meter hohe Mauer der Bastion Martin mit dem Logo der Bundesgartenschau bestrahlt werden.


Fotos: Paul-Philipp Braun

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