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Wasser in die Geraaue


In der Stromerzeugung durch regenerative Energien liegt die Zukunft. In Erfurt wird ab Jahresende der Energieträger Wasser in einer neuen Anlage effizient genutzt. Im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Geraaue entsteht ein Wasserkraftwerk der Thüringer Fernwasserversorgung im Erfurter Norden, das im Frühjahr 2020 fertiggestellt wird. Zukünftig werden jährlich rund 1.000 Zwei-Personen Haushalte mit Strom aus Wasserkraft versorgt. Außerdem ist das Kraftwerk auch eine Schaunlage, die nach Fertigstellung für Besucher Einblicke in die Energieerzeugung bietet.

In der thüringischen Landeshauptstadt waren die Flussstränge bisher nicht ausreichend für Wasserkraft. Mit der „Westring-Kaskade“ kann nun Strom aus der Fließenergie gewonnen werden. Im bestehenden Doppelleitungssystem zur Wasserversorgung wird künftig nur noch eine Leitung für die Trinkwasserversorgung benötigt. Die vorhandene und nun freie Leitung wird umgenutzt. Über eine Länge von 45 km wird Talsperrenwasser aus den Talsperren „Schmalwasser“ und „Tambach-Dietharz“ die Anlagen geleitet und erzeugt umweltfreundlich Energie. Hierbei wird die Fallhöhe der Leitungen von 290 m genutzt.

In Erfurt angekommen, wird das Wasser aus dem Thüringer Wald in das Wasserkraftwerk an der nördlichen Geraaue eingeleitet und die Bewegungsenergie des abfließenden Wassers auf eine Turbine übertragen. Diese treibt dann einen elektrischen Generator an, der die mechanische Energie von rund 5000 Tonnen Wasser pro Jahr ohne Emissionen in elektrische Energie umwandelt. Wasser, das nicht sofort genutzt werden kann, wird in einer Schwallwasserkammer gespeichert.



Rohbau des Wasserkraftwerkes nahe der NQV

Nach der Energiegewinnung fließt das Wasser in einen naheliegenden Teich, der das Naherholungsangebot um das Erlebnis Wasser im Wohngebiet bereichert und den Mühlgraben. Nach den Planungen entstehen dort auch Gastronomie und weitere Freizeitmöglichkeiten.



Die Umweltministerin vor Ort

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