Regionaler Direktsaft stillt den Durst der BUGA-Besucher

Wer die 43 Hektar große Ausstellungsfläche der BUGA ablaufen möchte, bekommt automatisch irgendwann Durst. Gut, dass es entlang der Wegstrecken gastronomische Angebote gibt, die auch mit erfrischenden Getränken locken. So zum Beispiel mit den Säften der heimischen Fahner Frucht GmbH.

 

Die Tochter der traditionsreichen Fahner Obst GmbH hat ihren Sitz in Gierstädt - etwa mittig im Städtedreieck Erfurt und den BUGA-Außenstellen Gotha und Bad Langensalza gelegen.
Urzeitliche Muschelkalkablagerungen und ein mildes Klima schaffen hier im Thüringer Becken optimale Bodenverhältnisse. Auf ca. 1500 Hektar werden Äpfel, Süßkirschen, Sauerkirschen und Pflaumen angebaut, von denen ein Teil im eigenen Verarbeitungsbetrieb zu leckeren Fruchtsäften weiter verarbeitet wird.

 

Die über 200 Jahre alte Tradtion des Obstanbaus wurde mit dem Verarbeitungsbetrieb in den Neunzigern und den abgefüllten Säften in den 2000er Jahren erfolgreich in die Moderne geführt. Auf Regionalität und Nachhaltigkeit zu setzen, zahlte sich aus. Mittlerweile arbeiten über 30 Mitarbeiter daran, 37 verschiedene Fruchsaftsorten und -Nektare zu produzieren. Der Klassiker ist unerreicht der klare Apfelsaft, nahezu 20.000 Tonnen Äpfel werden hierfür jährlich verarbeitet. Um die Nachfrage decken zu können, wird ein kleiner Teil der Mengen zugekauft. Zusätzlich kommt das Verfahren des „Lohnmostens“ zum Tragen, in dem umliegende Gärtner ihr Obst zur Weiterverarbeitung abgeben. So landen auch besondere Rhabarber, Süß- und Sauerkirschen, Johannis- und Stachelbeeren, Pflaumen, Äpfel, Birnen, Quitten und Trauben im Lager und verbreiten ihren süßlichen Duft.

 

Dass man die Qualität des lokal produzierten Direktsaftes schmeckt, zeigt sich vor allem in der regionalen Marktakzeptanz und dem treuen Kundenstamm, der den kleinen Betrieb auch durch die zuletzt schwierigen Zeiten im Lebensmittelbereich getragen hat. Die Thüringer schätzen ihren Traditionsbetrieb, nicht zuletzt, weil die Frische dank der kurzen Transportwege zwischen Ernte und Verarbeitung deutlich zu schmecken ist. Zudem werden durch die Nähe zu den Verbrauchermärkten die Transportwege kurz gehalten und so die Umwetbelastung reduziert.

 

Neben der Herstellung von Säften und Nektar zeigt sich der regionale Betrieb auch einfallsreich in neuen Kreationen. Mit erfrischenden Schorlen reagiert die Fahner Frucht GmbH auf Nachfragen nach zuckereärmeren Sorten wie Apfel-Minze und vollwertigen Säften mit Aronia- oder Rote Beete-Zugaben. Für den erwachsenen Gaumen bietet das Unternehmen eine feine Auswahl an Likören und Obstbränden, wie dem Mirabellenbrand oder dem beliebten Birnenklassiker "Honig Willi". In der gemütlichen Vorweihnachtszeit wird das Sortiment um die saisonalen Glühweine erweitert.

 

Wer in der BUGA-Gastronomie auf den Geschmack gekommen ist und noch ein Mitbringsel für die Lieben zuhaus braucht, findet im örtlichen Werksverkauf alle Produkte. Mit den Sonderetiketten, die anlässlich der BUGA auf ca. 300.000 Flaschen gelandet sind, bleibt so auch gleich eine schöne Erinnerung. Wenn es das Wetter zulässt, kann man vielleicht auch einmal durch die weiten Plantagen der Fahner Höhen schlendern, in denen im Juli die trubelige Ernte startet.

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