Steaks und BUGA-Infos

„Danke für 10 Jahre beste Bewirtung – Marlis und Helmut“, steht auf einem kleinen Metallschild, das an einem der dunklen Balken hängt. „Im Himmel gibt’s kein Bier, drum trinken wir es hier“, ist auf einem anderen zu lesen. Im Hintergrund hängt ein Kruzifix, die traditionelle Segnung der Sternsinger „C+M+B“ ist mit Kreide auf die Tür darunter geschrieben.

 

Es sind die Erinnerungen, die diesen Ort – das Steakhaus am Borntal – zu dem machen, was er ist: Eine Mischung aus Nostalgie, Romantik und „ziemlich guter Küche“, sagt Chef Matthias Schäfer. Zusammen mit seiner Frau und seinem Schwager betreibt er das Steakhaus. Seit 27 Jahren hat die Gaststätte am Langen Graben 81 geöffnet. „Es war eigentlich der Traum meiner Eltern, hier ein kleines Café zu eröffnen“, erzählt Matthias Schäfer und berichtet, dass seine Großeltern hier einst die Bäckerei Schäfer betrieben. Bis 1985 stand diese für frische Brötchen, köstliches Brot und echtes Bäckerhandwerk.
Nachdem es die Bäckerei nicht mehr gab, kam der besagte Gedanke des Cafés auf. Wenig später entwickelte sich daraus das Steakhaus am Borntal. Von Beginn an war die Gaststätte vor allem unter Erfurtern eine gefragte und geschätzte Adresse. Und auch heute kann Wirt Schäfer sich nicht über mangelnde Gäste beklagen, Wirt Schäfer empfiehlt vor allem am Wochenende zu reservieren.

Auch kleinere Feiern richte er aus, erklärt Schäfer. Die Bäckerstube – der großväterliche Meisterbrief und der bis heute erhaltene Backofen zieren sie – bietet dafür genügend Platz und hält die Erinnerung an die Zeit der einstigen Bäckerei Schäfer wach.

 

Matthias Schäfer erinnert sich gern an die Zeit, in der das Familienunternehmen stadtweit bekannt war und in der auch der junge Matthias die Familie unterstützte. Schon mit 13 Jahren habe er hinter dem Verkaufstresen der damaligen Bäckerei gestanden. „Ich habe einfach Spaß daran, mit den Menschen umzugehen“, erzählt er und berichtet zugleich, dass er trotzdem erst einmal Lok-Schlosser lernte, bevor er sich der Gastronomie widmete. Heute genießt er es, mit seinen Gästen zu plaudern, ihnen die Köstlichkeiten der Karte zu empfehlen oder sich einfach über dieses und jenes, was in der Stadt geschieht auszutauschen.

Auch die BUGA Erfurt 2021 sei dabei immer wieder ein Thema. „Das ist eine ganz feine Sache für Thüringen“, meint Schäfer. Vor allem der Aspekt der Stadtentwicklung sei für ihn von Interesse. Aber auch die Ausstellungsflächen auf dem Petersberg und im egapark könnten besser nicht sein – immerhin sind beide auch in Laufweite zum Gasthaus. Immer wieder bietet BUGA-Partner Schäfer seinen Gästen Informationsmaterialien zur Gartenschau an. Die bunten Flyer zur Erfurter BUGA liegen direkt auf dem Tresen und Stammtischler als auch Touristen sprechen gern mit ihm über das bevorstehende Erfurter Großevent.

Erst kürzlich seien Gäste aus Brandenburg bei ihm gewesen, erzählt Schäfer: „Die kamen schon zum dritten Mal und meinten zum Abschied, dass wir uns 2021 zur BUGA wiedersehen.“

Text und Fotos: Paul-Philipp Braun