Metal-Konzerte und Frühschoppen 

Bunt, unterhaltsam, gastlich, anspruchsvoll – diese Ziele sind es, die sich im Veranstaltungskonzept wiederfinden und die die Macher der Erfurter BUGA in zwei Jahren verwirklichen wollen. Für Geschäftsführerin Kathrin Weiß ist es klar: „Wir wollen die Gäste begeistern und unterhalten, aber sie sollen sich auch amüsieren, bilden und entspannen können.“

 

So erklärt sie es bei der Pressekonferenz, auf der das BUGA-Veranstaltungskonzept der Öffentlichkeit vorgestellt wird. An Kathrin Weiß´ Seite ist Nadja Kersten. Sie leitet das Gebiet Veranstaltung und Kultur im BUGA-Team und bricht die Ansprüche der Gartenschaugäste auf einen einfachen Satz herunter: „Der BUGA-Besucher will einfach einen schönen Tag erleben.“ Dabei stünde natürlich zunächst die authentische gärtnerische Leistungsschau im Fokus. Trotzdem will Erfurt auch das Veranstaltungsprogramm zu einem vollkommenen Höhepunkt der Bundesgartenschau gestalten.

 

Dabei werden Nadja Kersten und ihr Team auch ungewöhnliche Wege beschreiten. So gibt sie zu, dass viele Veranstaltungskonzepte rund um Bundesgartenschauen nur noch bedingt als zeitgemäß aufgefasst werden können. Ein Fakt, der sich 2021 ändern soll. „Vielleicht ist es an der Zeit, in Erfurt modern zu werden“, sagt Kersten und malt einige potenzielle Veranstaltungsformate auf. So könnte die BUGA Erfurt 2021 die erste Gartenschau mit Metal-Konzerten werden. Und auch Yoga-Kurse oder ein kindgerechtes Taschenlampenkonzert sind nach Auffassung Nadja Kerstens durchaus denkbar und wünschenswert.

 

Im Zentrum des Veranstaltungskonzepts stehen 25 Themenwochen, die derzeit so klangvolle Arbeitstitel wie „Vive la France“, „Meine, deine, unsere Heimatwoche“ oder „Folklore goes BUGA“ tragen. In diesen Wochen sollen verschiedene Themen vielfältig gespielt werden. So könnte Vive la france – die übrigens an den 200. Todestag Napoleon Bonapartes geknüpft ist – Mini-Sprachkurse, Weinverkostungen und Chansonabende beinhalten. In der Welterbe-Woche – hier ist der 6. Juni als Welterbetag der Anlass – würde dem Bauhaus, dem Eisenacher Sommergewinn oder dem Altenburger Skatspiel die Bühne gegeben werden. „Wir machen eine BUGA für alle“, kommentiert Kathrin Weiß diesen Ansatz, bei dem sich wohl jeder Geschmack irgendwie wiederfinden dürfte.

Unabhängig von den Themenwochen setzt die Erfurter BUGA aber vor allem auf sogenannte Reihen-Events, bei denen die Veranstaltungen mit gewisser Regelmäßigkeit stattfinden und die zweifelsohne die Attraktivität der Dauerkarten erhöhen. Hier sollen Tangokurse, Buchlesungen mit Thüringer Autoren oder mittägliche Chormusik Erfurter und Bewohner des Umlandes immer wieder in den egapark locken. Ein Jazzy-Sundowner lädt zum Afterwork ein. Freunde der Blasmusik und des Bieres kommen wiederum beim sonntäglichen Frühschoppen auf dem Petersberg auf ihre Kosten.

 

Rund 5 000 Veranstaltungen werden während der 171 Erfurter BUGA-Tage stattfinden. Vor allem die Festwiese des Petersbergs und die Parkbühne der ega sollen dann die Veranstaltungsorte sein. „Wir haben an der Parkbühne Kapazitäten für etwa 2400 Gäste“, erklärt Kathrin Weiß und fügt hinzu, dass dies ausreichend Platz sei, um auch größere Konzerte zu gestalten.

 

Welche Künstler allerdings derzeit für „größere Konzerte“ angefragt sind und eventuell sogar schon zugesagt haben, das will das BUGA-Team noch nicht verraten.

Foto: Stadtwerke Erfurt