Jedes Jahr im Oktober das gleiche Theater. Der Oleander ist zu groß für die Garage, der Olivenbaum steht im Weg, und im Keller ist es so dunkel, dass die Zitruspflanze bis Februar die Hälfte ihrer Blätter abwirft. Du schleppst, du stapelst, du improvisierst, und im Frühjahr sortierst du trotzdem zwei Pflanzen aus, die den Winter nicht überstanden haben.
Genau an dieser Stelle taucht der Kaltwintergarten auf: ein unbeheizter, verglaster Raum vor der Terrasse, hell, frostfrei, gross genug für alles, was im Sommer draußen steht. Klingt nach der Lösung. Ist es auch, aber nur, wenn du weißt, was so ein Raum kann und wo seine Grenzen liegen. Denn ein Kaltwintergarten ist kein Wohnzimmer, und im Juli wird er zur Sauna.