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Zweite Grundsteinlegung im Rosengarten

Frischekur für den Rosengarten

Eine Thüringer Allgemeine vom 6. Juli 1999, ein ega-Plan von 1999, ein Zehnmarkschein, die Bestätigung der ministerialen Zuwendung über 2 040 000 Deutsche Mark: Es sind echte Zeitdokumente, welche die Kapsel im Rosengarten des egaparks beherbergte. Sie stammen vom Tag, als der Grundstein für den Garten im südlichen Parkbereich neu eingeweiht wurde. Im Zuge der Erneuerung des Rosengartens wurde die Zeitkapsel vor dem Umbau geborgen, die Dokumente gesichert.

Am 13. November 2019 gab es eine neue Zeitkapsel, in die egapark-Betriebsleiter Chris Lange und Rosengärtnerin Yvonne Udhardt alte als auch neue Dokumente – etwa ein ega-Veranstaltungsplan für 2019 und die tagaktuelle Ausgabe der Thüringer Allgemeinen – einlegten. Bei der nunmehr zweien Grundsteinlegung für den Rosengarten an dieser Stelle wurde die Zeitkapsel unter der Statue „Fuchs und Storch“ versenkt und bildet damit den Grundstein für die Neugestaltung des Rosengartens.

Die Geschichte des Rosengartens im egapark ist nicht neu. Bereits zu Zeiten der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wurde in dem Park ein Rosengarten angelegt. Mit vier Hektar, also der Fläche von fünfeinhalb Fußballfeldern, war er bis 1995 fester und großer Bestandteil des westlichen IGA-Bereichs. Im Jahr 1999 machte der Rosengarten Platz für den MDR-Neubau und zog an den Südhang des egaparks um. Dann war er fast 20 Jahre lang das Zuhause für rund 500 Rosenarten, darunter auch viele Züchtungen aus der ehemaligen DDR.




Im Zuge der Bundesgartenschau wird der Parkbereich komplett neu gestaltet. Die künftig 1 700 Quadratmeter Rosengarten werden thematisch neu gestaltet, zuvor mit Betonborten, Rüttelplatten und Baggern bearbeitet. Der neue Garten bietet rund 200 Quadratmeter mehr als das Vorgängerareal. Überdies soll ein Rosencafé während der Bundesgartenschau zum Verweilen inmitten der Königin der Blumen einladen.

Ein modernes Ausstellungskonzept, eine neue Pflanzenvielfalt, aber auch altbekannte Rosengarten-Elemente werden die Besucher ab dem kommenden Jahr für den Garten begeistern. Insgesamt sollen dann 4.300 Rosen am Südhang des egaparks erblühen. Eine Besonderheit: Auch im neuen Rosengarten werden die Züchtungen aus der DDR erblühen. Vor allem das thüringische Bad Langensalza, das auch ein BUGA-Außenstandort ist, galt und gilt als Heimstatt der Rosen. Im örtlichen Rosenhof Rönigk wurden einige der egapark-Rosen aus Teilstücken der alten Pflanzen eigens kultiviert. Die moderne Rosenverwendung, Duftrosen, bienenfreundliche Rosen, Sorten für den Halbschatten und mediterrane Arten werden künftig in einemeigenen Bereich gepflanzt. Anlässlich des BUGA-Rosenwettbewerbs gibt es im Jahr 2021 außerdem ein Areal für Neuheitensichtungen ohne Stauden. Dort können Züchter ihre eigenen Sorten präsentieren und damit das gärtnerische Können unter Beweis stellen.

Und auch wenn BUGA-Ausstellungsbeiträge in der Regel auf die Zeit der Gartenausstellung beschränkt sind, so soll ein Großteil des Rosengartens auch nach 2021 dauerhaft in der neuen Gestaltung erhalten bleiben.

Seit dieser Woche werden die Rosen gepflanzt. Schließlich sei, so erzählt ega-Rosengärtnerin Yvonne Udhardt, der Herbst die beste Zeit dafür: „Im Grunde kann man bis zum ersten Bodenfrost pflanzen. Und das müssen wir jetzt nutzen.“

Yvonne Udhardt selber freut sich auf den neuen Rosengarten. Auch weil er eine gewisse Konstanz zu seinem Vorgänger bewahren wird, sagt sie und erklärt: „Der Garten war schon vorher schön und jetzt wird es auch wieder schön.“


Neben den Rosen und Stauden wird auch der Baumbestand mit Neupflanzungen ergänzt. Dazu sind unsere Planer aktuell in den Baumschulquartieren unterwegs, um neue Bäume auszusuchen, die sofort gepflanzt werden können.


Entworfen hat das Areal SWUP Landschaftsarchitekten Berlin, die Pflanzplanung entwickelte Landschaftsarchitektin Petra Pelz. Die Bauüberwachung liegt in den Händen von Christian Weber, die Elektroplanung übernimmt das Büro Keller-Geletzke und die Bewässerungsplanung das Büro Poch+Zänker.


Der Umbau erfolgt durch die Firmen:

Dreienbrunnen eG Garten- und Landschaftsbau - Rodungen

UTL Umweltschutz-Transport-Logistik GmbH - Rückbau

SB GrünBau GmbH – Garten- und Landschaftsbau

Gärtnereibedarf Kammlott GmbH - Bewässerung

Vieselbacher Elektroservice GmbH - Elektro

Metallbau Most GmbH - Schlosserarbeiten



Text und Fotos: Paul-Philipp Braun




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